Zielarbeit spielt in meinen Seminaren und auch in den Einzelcoachings eine zentrale Rolle. Mir ist es sehr wichtig, dass Ziele schriftlich festgehalten werden, denn was wir visuell wahrnehmen, hat nochmal eine ganz andere Wirkung auf uns. Ein Ziel, welches nur in unserem Kopf existiert gerät viel leichter wieder in Vergessenheit oder wird bei den ersten Schwierigkeiten fallen gelassen. Aus diesem Grund bin ich auch ein Fan von Zielcollagen.

Ob Profireiter, der während der Saison die Wochenenden regelmäßig auf Turnieren startet, oder Freizeitreiter, der nur mal ein oder zwei Turniere im Jahr aus Spaß reitet. Lampenfieber kann jeden treffen und wer eine anspruchsvolle Aufgabe wie einen Turnierstart vor sich hat, ist zu recht aufgeregt. Durch diese leichte Aufregung machen wir unsere Sache oftmals erst richtig gut. Demnach also eine positive Wirkung von leichtem Lampenfieber. Was aber, wenn das Lampenfieber überhandnimmt? Wenn wir schon Tage vorher nicht schlafen können, uns schlecht ist oder uns Gedanken was alles schief gehen könnte, nicht mehr loslassen? Hierfür gibt es einige wirkungsvollen Methoden um den unerwünschten Stress zu reduzieren.

Hast du schon mal von Roger Bannister (23.3.1929-3.3.2018) gehört? Bannister war Neurologe, bzw. in den 1950er Jahren noch Medizinstudent und Mittelstreckenläufer und hatte das Ziel die englische Meile (etwa 1609 Meter) in einer Zeit von unter 4 Minuten zu laufen.

Viele Menschen denken wir wären unseren Gefühlen ausgeliefert. Und die Umstände und Vorkommnisse in unserer Umgebung entscheiden darüber ob wir glücklich oder unglücklich sind.

In meinen Coachings und Seminaren spielt die Stärkenarbeit eine wichtige Rolle. Doch nicht selten kommt es vor, dass es Klienten oder Teilnehmern schwer fällt die eigenen Stärken zu benennen oder ihnen nur wenige einfallen. Manchmal wird mir sogar erwidert: Hättest du mich nach meinen Schwächen gefragt, da würden mir deutlich mehr einfallen!

Auch wenn mittlerweile schon viele Leute von Mentaltraining gehört haben, so ist doch vielen Reitern noch nicht klar in welchen Bereichen mentales Training ihnen genau helfen kann.

Wenn ich euch bitten würde die 10 größten Erfolge der letzten Zeit aufzuschreiben, würden euch diese sofort einfallen?  

Viele Menschen starten bereits morgens gestresst in den Tag. Der Wecker reißt sie jäh aus dem Schlaf, das Aufstehen wird so lange wie möglich hinausgezögert und dann geht der erste Blick direkt aufs Smartphone. Bevor der Tag so richtig angefangen hat, schwirren bereits unendlich viele Dinge im Kopf herum was noch alles zu erledigen ist und Gedanken wie, das schaffe ich ja gar nicht alles, oder das kann kein guter Tag werden, kommen auf.

Früher hatte ich öfters das Gefühl, ich dürfte ab einem gewissen Punkt keine Fehler mehr machen und müsste perfekt sein. Heute bin ich dankbar für jeden neuen Fehler, bringt er mich doch weiter voran.

Mal ehrlich, woran hast Du gerade gedacht? An einen roten Apfel?
Bilder die in unserem Kopf entstehen sind positiv, deshalb benötigt unser Gehirn positive Formulierungen was es tun soll. Es gibt keine Bilder für Verneinungen, sprich Anweisungen was es nicht tun soll. Positive Formulierungen bedeuten auch, eine Lösung zu haben und einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.